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Genau das habe ich befuerchtet. Ich mein, mal ehrlich, die Unis werden auch weiter (langfristig) zum ueberwiegenden Teil Steuerfinanziert bleiben. die Paar Mark Studiengebuehren werden nur ein Tropfen sein, und meine Steuern nicht senken.
Das Urteil oeffnet den weg zu einer unheilvollen Spirale ... Studiengebuehren und trotzdem schlechte Bedingungen. Solziale Selektion ueber den Geldbeutel und Ausbildung per gieskanne.
Ich mein, mal ehrlich, 5000 Euro Gebuehren (10 Semester a 500 Euro) reissen fuer den Staat (und mich als Steuerklasse 1 Melkkuh) nix raus, koennen aber fuer jemanden der das Geld nicht so Dicke hat der Unterschied sein ob er mit (noch mehr) Schulden in den Beruf startet oder nicht.
Vor allem da wir ja beharrlich auf dem weg sind das m.E. leistungsfaehige differenzierte Bildungssystem in D schoen langsamm in Richtung Einheissystem ala Amiland zu vermurksen. Uni als Regelausbildung, und alles andere sind Dropouts.
Wir brauchen nicht mehr Akademiker (bei 7% arbeitslosen Hochschulabsolventen) sondern eher weniger. Das aber uebers Geld zu machen ist garantiert nicht der Qualitaet dienlich.
Na ja, was solls, ich bin hier eh a aussterbende Rass.
Gruss
H.
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Bei uns (Luzern, CH) betragen die Studiengebühren um die 650-750 CHF (weiss den genauen Betrag nicht mehr auswendig...). Den Studis hats noch nicht geschadet, auch was zu zahlen, und es ist immerhin etwas.
Abgesehen davon bekommt die Uni vom Maturakanton des Studierenden 9500 CHF/Semester. Plus Forschungsgelder.
Insgesamt kann man es so sagen: Es reicht gerade aus, aber es hat nicht allzuviele Reserven in dieser Hinsicht.
Gruss
burnstone --
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Von Anonymer Feigling am Wednesday 26. January 2005, 19:22 MEW (#5)
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Hier muss ich dir als AF ausnahmsweise zustimmen. Vor allem in unteren Semestern bewegen sich zahlreiche Studierende, bei denen die Aussicht auf einen erfolgreichen Abschluss gegen null tendieren. Gründe dafür mögen sein, dass von Seiten der Eltern erwartet wird, dass der Studierende an die Uni geht oder dass der Studierende sich nicht mit anderen Angeboten auseinandergsetzt hat. Leute, die entweder nie einen Abschluss schaffen oder die Studienzeit einfach demotiviert absitzen und sich für ihr Studienfach gar nicht begeistern, bringen niemandem etwas, kosten dafür aber eine Menge Geld.
Es ist schwierig, die Eignung oder Motivation direkt zu messen. Ich bin mir aber sicher, dass der Geldbeutel das falsche Messkriterium ist. Ein objektiveres Kriterium wäre erbrachte Leistung. Und hier könnte man die Messlatte ruhig höher ansetzen, zumindest eine Schweizer Matura sagt nämlich fast gar nichts über die Eignung eines Maturanden für ein Hochschulstudium aus. Und es ist allemal sozialer, den Leuten früh im Studium klar zu machen, dass sie sich etwas anderes suchen sollen, anstatt sie erst nach Jahren fliegen zu lassen.
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Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hat mit der Frage der "Legalität der Studiengebühren" nicht zu tun. Da die Diskussion trotzdem lanciert scheint:
Ich mein, mal ehrlich, die Unis werden auch weiter (langfristig) zum ueberwiegenden Teil Steuerfinanziert bleiben.
Das denke ich auch.
Das Urteil oeffnet den weg zu einer unheilvollen Spirale ... Studiengebuehren und trotzdem schlechte Bedingungen. Solziale Selektion ueber den Geldbeutel und Ausbildung per gieskanne.
Polemik. Wenn Du schon Metaphern benützt wäre es wohl eher die Tür, die geöffnet werden müsste, was übrigens noch lange nicht heisst, dass dieser Weg auch gegangen werden muss...
Ich mein, mal ehrlich, 5000 Euro Gebuehren (10 Semester a 500 Euro) reissen fuer den Staat (und mich als Steuerklasse 1 Melkkuh) nix raus, koennen aber fuer jemanden der das Geld nicht so Dicke hat der Unterschied sein ob er mit (noch mehr) Schulden in den Beruf startet oder nicht.
5000 Euro sind verglichen mit dem Verdienst eines Hochschulabgängers, den Gesamtkosten des Studiums als auch den Kosten, die dem Studenten durch das Studium entstehen (die ja auch den Erwerbsausfall während des Studiums einschliessen), marginal.
Egal wie Du es drehst, die 5k kommen noch oben drauf
Du willst den Tropfen doch nicht allen Ernstes für das Überlaufen des Fasses verantwortlich machen, oder?
... differenzierte Bildungssystem in D schoen langsamm in Richtung Einheissystem ala Amiland zu vermurksen. Uni als Regelausbildung, und alles andere sind Dropouts.
Die Hochschulabsolventenquote hat wenig mit Studiengebühren zu tun. Die amerikanische Universitätsorganisation ist übrigens alles andere als einheitlich, da die Universitäten sich stark in Anforderungen, Niveau und Prestige unterscheiden.
Wir brauchen nicht mehr Akademiker (bei 7% arbeitslosen Hochschulabsolventen) sondern eher weniger. Das aber uebers Geld zu machen ist garantiert nicht der Qualitaet dienlich.
Die Arbeitsmarktsituation eines Informatikingenieurs unterscheidet sich massiv von der eines Geisteswissenschaftlers oder eines Publizistik-Absolventen. Es macht somit wenig Sinn, deshalb generell weniger Akademiker zu fordern.
Generell gäbe es im Bildungs- und gerade auch im Hochschulwesen wesentlichere Fragen zu diskutieren.
Montag
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Studiengebühren sind immer ein Ärgernis, aber überlegt mal, in welchem Verhältnis z.b. 5000 Euro für 10 Semester zu den andern Kosten stehen. In diesen 5 Jahren könnnte man z.b. arbeiten und viellicht 5 x 30k Euro verdienen.
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Egal wie Du es drehst, die 5k kommen noch oben drauf
H.
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Und wann willst Du bitte studieren, wenn Du die
ganze Zeit am Arbeiten bist? EUR 2500 im Monat
verlangen schon etwas Arbeit, und die Zeit, um
so viel Geld in einem Monat zu verdienen,
bleibt zumindest mir nicht.
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Hallo Symlinker.
Den News-Titel finde ich grausamst unprofessionell.
Was entschieden wurde ist, dass der Bund nicht die Kompetenz hat, den Ländern zu verbieten, Gebühren zu verlangen. Es geht hier eigentlich genaugenommen garnicht um die Gebühren selbst, hier geht es nur drum ob die Länder oder der Bund diese Entscheidung zu treffen hat.
Da könntet ihr (auch bei vermutlich hohem Studentenanteil der Leserschaft) ruhig objektiv bleiben. Der Titel müsst ein etwa lauten "BVG.de: Bundesweites Verbot von Studiengebühren illegal".
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Von Anonymer Feigling am Wednesday 26. January 2005, 23:39 MEW (#8)
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Von Anonymer Feigling am Thursday 27. January 2005, 10:53 MEW (#13)
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Richtig, was nicht verboten ist, ist erst einmal erlaubt.
Allerdings hat sich das BVerfG bei der Urteilsverkündung eindeutig so geäußert, dass das Ganze keine Entscheidung über gebührenpflichtige Erststudiengänge per se ist, das hörte sich in der Urteilsbegründung stellenweise sogar wie eine indirekte Aufforderung zur Verfassungsklage gegen möglicherweise kommende Gebührenpflichten an.
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Der Titel ist vorerst eine direkte Folge des Urteils. Er betrifft allerdings nicht das Urteil selbst, das stimmt. Ich habe ihn deswegen entsprechend geändert.
Objektiv war er allerdings allemal, denn das Gesetz, das Studiengebühren illegal machte, wurde als unzulässig erklárt, woraus folgt, daß Studiengebühren wieder legal sind. Was ist daran subjektiv?
Allerdings wäre ich mir nicht sicher, ob das Verbot von Studiengebühren illegal ist, denn illegal/legal bezieht sich auf Regelungen durch Gesetze. Aber ob dann Gesetze dann selbst illegal sein können, da wäre ich mir nicht so sicher.
Da fállt mir noch ein passendes Zitat aus dem Vortrag über die Big Brother Awards an den LinuxDays.lu gestern ein: "Wer Gesetze macht, handelt immer legal."
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There is no place like $HOME
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Ich würde den Studenten _ein_ "normales" Studium schenken: ~ 8 Semester sind gratis, egal wo und welchen Studiengang. Ist der Kredit aufgebraucht muss jedes zusätzliche Semester (teuer) bezahlt werden. Auch wenn zwischendurch die Uni bzw. das Fach gewechselt wurde.
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die vier freien Semester nach der Regelstudienzeit hat man aber auch nur an der Uni. An anderen Hochschulen (FH, PH, BA) sind es nur zwei Semester.
Und dann ist meiner Meinung auch gut so. Dann wird man wenigstens dazu angehalten sein Studium zügig durch zu ziehen.
Was mich allerdings ärgert ist, dass Bade-Würtemberg ganz vorne dabei ist, bei der Forderung nach Allgemeinen Studiengebühren.
Ich bekomme kein Barfög und meine Eltern finanzieren mir meine Wohnung, für den Rest des Studiums muss ich selber aufkommen. Da sind 500 Euro mehr oder weniger pro Semester schon sehr spührbar. Wenn ich daran denke, wie lange ich für 500 Euro arbeiten muss, in der Zeit kann ich einige Hausarbeiten schreiben...
Ich bin auch damit einverstanden, wenn ein Modell entwickelt wird, bei dem Studenten während der Ausbildung ein Budget anhäufen und dieses nach dem Abschluss zurück zahlen, ähnlich wie beim Bafög. Aber einfach 500 Euro zuverlangen, die dann auch noch im Landeshaushalt versacken und nicht einmal den Hochschulen direkt zukommen, finde ich schon etwas gefährlich.
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NZZ
telepolis
Seuli
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O'Toole's law: Murphy was an optimist.
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